Bisam

21.08.1997

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    Jahresübersicht 1997 | Monatsübersicht August

  1. Tic Tac Toe Video mit männlichen Tisch
  2. Freispruch für "Lederhexe" und "Sado-Henker"

Tic Tac Toe Video mit männlichen Tisch

Das Musikvideo zu dem Tic Tac Toe Lied "Mr. Wichtig" enthält gegen Ende eine längere Sequenz, wo ein schwarzer Mann im String-Tanga den drei Damen als Tisch dient. Auf der Glasplatte, die er auf seinem Rücken trägt, stellen sie Gläser ab und legen ihre Füße hoch.

Das Lied "Mr. Wichtig" stammt von der CD "Klappe die 2te".


Freispruch für "Lederhexe" und "Sado-Henker"

Der "Sado-Henker" Bernd M. und die "Lederhexe" Sabine P. sind laut der Donnerstagsausgabe des Pro 7 Magazins /taff/ am Dienstag von einem Gericht in Rosenheim freigesprochen worden. Den beiden war vorgeworfen worden, im Internet Kinder zu einem Preis von 12.000 Mark zum Mißbrauch angeboten zu haben. Beim Tod des Kindes wäre der Preis auf 15.000 Mark gestiegen. Der Journalist Detlef Drewes war zum Schein auf ihr Angebot eingegangen und hatte die beiden anschließend bei der Polizei angezeigt. In dem Keller des Hauses war eine "Folterkammer" gefunden worden.

Das Gericht fand keine Handhabe für eine Verurteilung. Der Rechtsanwalt der Angeklagten sagte in einem Interview, es hätte keine Vorbereitungshandlung nachgewiesen werden können, obwohl es zweifelslos zu moralisch fragwürdigen Handlungen gekommen sei. Der 31jährige Bernd M. hatte während der Verhandlung angegeben, als 11jähriger selbst mißbraucht worden zu sein und mit dem Angebot seine eigenen Erlebnisse aufarbeiten zu wollen. Das Urteil wurde von den Zuschauern mit Bestürzung aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat Berufung angekündigt.

In dem Pro 7 Bericht wurde der Psychiater Dr. Werner Autenrieth interviewt, der Bernd M. als neurotisch, krank und persönlichkeitsgestört bezeichnete. Von ihm gehe ein Risikopotential aus, sagte Autenrieth weiter. Drewes sprach davon, daß die beiden die Nationalität der Kinder als egal beizeichnet hätte, wichtig seie schließlich nur, da"s sie schreien könnten. Bernd M. sagte selbst, daß er sich als Opfer sehe. Die Bilder der Folterkammer zeigten Peitschen, Lackstiefel und eine große Anzahl von Augenmasken.

    KOMMENTAR

Das Internet kam sehr gut bei dem Artikel weg, Sadomasochismus weniger. Der Unterschied zwischen jemand, der Kinder zur Folter anbietet und konsensuellen Sadomasochisten dürfte in dem allgemeinen Entsetzen untergegangen sein.



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Erzeugt am: 17.01.2005

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