Bisam

27.01.2000

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    Jahresübersicht 2000 | Monatsübersicht Januar

  1. Erste Club-X-Angeklagte in San Diego freigesprochen
  2. Site Peacefire über Internet-Zensur gegen Studenten

Erste Club-X-Angeklagte in San Diego freigesprochen

Ein US-Geschworenengericht in San Diego hat die erste von sechs Mitgliedern der SM-Gruppe Club X von der Anklage des unzüchtigen Verhaltens (lewd behaviour) freigesprochen [swl19991112-0001]. Wie der Vize-Vorsitzende des Clubs, Madoc Pope <thor62 — at — home.com>, am 26. Januar 2000 auf der Mailingliste SM ORG mitteilte, fällten die zwölf Geschworenen ihr Urteil einstimmig. Die Position der Staatsanwältin nannten sie dabei schwach (weak case) und den Überfall der Sitte der Polizei auf eine Party der Gruppe am 29. Oktober 1999 Zeitverschwendung. Der Anwalt der Angeklagten, Andy Zmurkiewicz, vermutet Pope zufolge, dass die Staatsanwaltschaft nun die Anklagen gegen die fünf weiteren Club-Mitglieder noch vor der Anhörung im Februar fallen lassen werde.

Pope schrieb zudem von einem Signal, das hoffentlich bis zu der Leiterin der Sitte von San Diego, Sarah Crieghton, vorgedrungen sei. Sie habe mehreren Sitzungen des Gerichts selbst beigewohnt. Die Polizei hatten die Anzeigen damit begründet, dass die Party eine öffentliche Veranstaltung sei und damit unter die entsprechenden Gesetze falle. Club X veranstaltet seine Partys nach eigenen Angaben seit fast zehn Jahren, 1999 seien drei andere ohne Probleme durchgeführt worden. Mitglieder des Vereins hätten mehrere Jahre zuvor mit Hilfe eines Anwaltes die Gesetze des Bundesstaates Kalifornien sowie des Bezirks und der Stadt San Diego untersucht, um sicherzustellen, dass die Treffen legal sind.

Die Website der Verteidigung zu dem Fall laut Pope: www.geocities.com/sdsixfund

Club X Email: info — at — clubxsd.org Web: www.clubxsd.org/octparty.htm

San Diego Police Department (SDPD) Email: pdfrg — at — sdpd.sannet.gov Web: www.sannet.gov/police/

Spenden für die Anwaltskosten können als Scheck ausgestellt werden an den San Diego Club X Party Defense Fund

SDCXPDF PO Box 3092 San Diego CA 92163 USA


Site Peacefire über Internet-Zensur gegen Studenten

Die Site Peacefire.org www.peacefire.org beschäftigt sich mit der Zensur von Websites durch Blocking-Software wie Cyber Patrol und CYBERsitter. Die im August 1996 von dem Mathematik-Doktoranden Bennett Haselton <bennett — at — peacefire.org> gegründete Organisation stetzt sich dabei nach eigenen Angaben für die Rechte von Studenten und Kindern auf Informationsfreiheit ein. Peacefire hatte demnach im Januar 1999 etwa 3.300 Teilnehmer auf seiner Mailingliste und zwölf Mitarbeiter.

Unter www.peacefire.org/censorware/censored-sites.shtml wird eine Liste von Sites aufgeführt, die von Blocking Software (genannt "censorware") gesperrt wurden. Dazu gehören

- die weltweit größte Frauenrechtsgruppe National Organization for Women (NOW) - die Holocaust Gedenksite Nizkor - das HIV/Aids Informationszentrum der medizinischen Fachzeitschrift "Journal of the American Medical Association" (JAMA) - die britische Site für die Rechte von Strafgefangenen Penal Lexicon - mehrere Sites über die Rechte von Homosexuellen - Peacefire selbst

Sadomasochismus wird nicht eigenständig auf der Site erwähnt. Peacefire wendet sich unter anderem dagegen, dass Zensurprovider wie CYBERSitter die Liste der von ihnen geblockten Sites verschlüsselt halten, so dass nicht einmal Eltern wissen, welche Sites gesperrt werden.

KOMMENTAR

Danke an James LiGate <bdsm.guide — at — about.com> für den Hinweis



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Erzeugt am: 17.01.2005

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