Bisam

13.08.2002

Dies ist ein Archiv der Schlagworte (SWL)-Mailingliste.   |   Suche im Archiv.


    Jahresübersicht 2002 | Monatsübersicht August

  1. BDSM.AT wieder Online
  2. Zensur-Wortfilter bei Ebay trifft Unschuldige
  3. Termin: Frauen-Chat Der sub vor meiner Tür
  4. FSM protestiert gegen neuen Jugendmedienschutzstaatsvertrag

    

BDSM.AT wieder Online

Manche Sachen dauern offenbar länger als einem lieb ist.

Durch den Jobwechsel unseres langjährigen Providers kam es leider zu einen etwas langen Ausfall der Webseiten.

Anfangs wollte ich einfach solange warten, dass alles wieder ins Lot kommt.

Mein Dank geht an die vielen, die sich angeboten haben, unsere Seiten zu hosten.

Aus diesen Angeboten habe ich jetzt einen ausgewählt. Unser neuer Provider hat gerade den Zugang eingerichtet und ich habe in kürze fast alles wieder auf den neuen Platz gestellt.

Bis sich die neue Adresse bei den NS herumgesprochen hat ist BDSM.AT derzeit über folgenden Link zu erreichen: 217.67.234.196/

An der Aktualisierung von Helenes Seiten arbeiten wir noch ebenso an der Bereinigung von bei einigen fehlenden Dateien....


    

Zensur-Wortfilter bei Ebay trifft Unschuldige

Das Internet-Aktionshaus Ebay www.ebay.de hat seit kurzem einen Wortfilter in die Ebay-eigene Suchfunktion eingebaut, um Artikel, die gegen die Ebay-AGBs verstossen, unauffindbar zu machen.

In den Ebay-Grundsätzen sind unter anderem folgende Artikel explizit als "verboten" genannt: "Jegliche Art von Artikeln und Hilfsmitteln für Liebes- und Sexualpraktiken" und genauer: "Vibratoren, Liebesbzw. Gummifrauen, Peitschen, Fesseln". es gibt natürlich trotzdem beispielsweise Peitschen bei Ebay zu ersteigern. Die Verkäufer behelfen sich mit Umschreibungen wie "Reitgerte" oder "Erziehungshilfe" oder "Kein BDSM". Letzteres ist allerdings nicht mehr möglich, da "BDSM" schainbar auch in den Wortfilter aufgenommen wurde.

Das Problem an der Sache ist, dass beim Einstellen eines Artikels kein Hinweis abgegeben wird, dass einzelne Beschreibungs-Teile unter den Wortfilter fallen und somit nicht mehr gefunden werden können. Die Angebotsgebühr kassiert Ebay trotzdem. Dieser Sache hat sich jetzt die Website www.wortfilter.de angenommen. Auf einer Liste werden einige der verbotenen Worte aufgelistet. So ist zum Beispiel auch "fetisch" im Wortfilter, was dafür sorgt, dass der Artikel "Cafetisch" nicht mehr gefunden werden kann.

Noch extremer ist es beim verbotenen Wort "arsch". Dadurch werden Begriffe wie "Die M_arsch_menschen", ein Buch von Axel Marquardt, nicht mehr gefunden aber auch "H_arsch_leife", "Langha_arsch_neider" oder Sp_arsch_wein fallen unter Ebays Zensur-Filter.

Laut wortfilter.de werden aber nicht nur Suchergebnisse ausgeblendet, die den verbotenen Begriff beinhalten, sondern auch folgendes: Im Titel steht "Biographie über den Verbrecher Hitler". Dann wird dieser Artikel in jedem Fall ausgeblendet, auch wenn man nicht nach "Hitler", sondern nach "Verbrecher" sucht.

Glücklicherweise gibt es für BDSMler eine Alternative (Bizarre-Talk berichtete): Unter www.sm-auktion.com findet man ausschliesslich BDSM-Artikel, die ver- und ersteigert werden können. Im Gegensatz zu Ebay ohne Gebühren.

Für SWL von Aranita, aranita — at — bizarre-talk.org, www.bizarre-talk.org


    

Termin: Frauen-Chat Der sub vor meiner Tür

Am Dienstag aben den, 13.08.2002 findet ein Themen-Chat-Abend für Frauen im Raum "Gästehaus" beim Femdom-Forum unter www.aus.ch/ctyri statt. Zugelassen zum Chat sind ausschließlich Frauen.

"Der sub vor meiner Tür" Da ist er nun - der sub. Aber was zur Hölle tu ich nur mit ihm? Wie beginne ich die Session? Und was kann ich überhaupt spielen? Und wie kaschiere ich meine (natürlich offiziell überhaupt gar nicht daseindürfende) Unsicherheit? Wie gehen eigentlich andere damit um? Und was mache ich, wenn mitten im Spiel eine Pause auftritt, eine Unsicherheit? Oder wenn ich schon sooo lange mit meinem subbie spiele, dass mir einfach nix mehr einfällt? Auch dieser Abend soll dem Austausch dienen und richtet sich vorwiegend an Einsteigerinnen - doch vielleicht findet auch für die ein oder andere "Erfahrene" hier noch interessante Anregungen und Ideen oder hat Freude daran ihre Erfahrungen mit den Kolleginnen zu teilen.

Der Abend findet statt am Dienstag, 13.08.2002, ab 19.00 Uhr


FSM protestiert gegen neuen Jugendmedienschutzstaatsvertrag

Laut einem Bericht von Heise-Online vom 12.08.2002 ist die freiwillige Selbstkontrolle Multimedia (FSM) www.fsm.de/ nicht bereit, sich den Spielregeln, welche durch den neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMSTV), der zeitgleich mit dem neuen Jugendschutzgesetz - siehe SWL-Meldung vom 23.06.2002 - am 01.04.2003 (nicht schon wie gemeldet - am 01.01.2003) in Kraft treten soll, zu unterwerfen.

Auf den vorliegenden JMSTV-Entwurf www.artikel5.de/gesetze/jmstv-e_090802.html haben sich am 08.08.2002 die Chefs der Staats- und Senatskanzleien geeinigt.

"Wir werden auf keinen Fall einen Antrag auf Anerkennung von oben stellen", erklärte Arthur Waldenberger, Vorstandsvorsitzender der FSM, gegenüber heise online. Damit sei nach Ansicht des FSM-Vertreters das vom Bund und den Ländern bevorzugte Modell der "selbst regulierten Regulierung" im Internet als gescheitert anzusehen. Laut diesem Staatsvertrag sind Anbieter von "Telemedien" verpflichtet, Jugendschutzbeauftragte zu bestellen oder sich an eine Einrichtung der Freiwilligen Selbstkontrolle anzuschließen und lizenzierte Filterprogramme einzusetzen, um Kindern und Jugendlichen den Zugang zu pornografischen, aber auch allgemein "entwicklungsbeeinträchtigenden" Inhalten zu verwehren.

Laut Ansicht der politischen Kräfte sollen mit diesem Statsvertrag sowie mit dem bereits erwähnten neuen Jugendschutzgesetz in Hinkunft Jugendliche besser "vor Gewaltdarstellungen im Internet, bei Computerspielen, den neuen Medien und anderen Inhaltsangeboten" geschützt werden.

Den Volltext dieses Artikels findet man unter www.heise.de/newsticker/data/jk-12.08.02002 .



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Erzeugt am: 17.01.2005

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