Bisam

15.02.2003

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    Jahresübersicht 2003 | Monatsübersicht Februar

  1. Schwuler Ledermann erhält elf Mio Dollar wegen Diskriminierung
  2. US-Christen üben Druck auf Hotels wegen SM-Treffen aus
  3. Termin: So. 23.2. - Workshop: Aller Anfang ...

    

Schwuler Ledermann erhält elf Mio Dollar wegen Diskriminierung

Ein US-Gericht hat die Immobilien-Magnatin Leona Helmsley zur Zahlung von fast 11,2 Millionen Dollar Schadenersatz wegen der Diskriminierung eines schwulen Ledermanns verurteilt. Wie die Zeitung "Newsday.com" (Quellen s.u.) berichtet, ist das vermutlich die größte Summe, die in den USA jemals wegen sexueller Diskriminierung zugesprochen wurden. Das Urteil erging am 04. Februar 2003.

Der "New York Times" (NYT) und mehreren anderen Zeitungen zufolge sahen die Geschworenen es als erwiesen an, dass die 82-jährige Helmsley den 48-jährigen ehemaligen Manager des Park Lane Hotels Charles Bell im März 2001 wegen seiner sexuellen Orientierung entlassen hatte. Helmsley erklärte dagegen, der Mann habe bei seiner Bewerbung gelogen, Drogen benutzt und seinen Freunden im Rahmen seiner Arbeit zu viele Gefallen getan. Helmsleys Anwälte hätten dabei Bells Verbindungen zur Lederszene als Zeichen seiner "Instabilität und Perversion" angeführt, hieß es in der NYT. Bell erhielt von den Geschworenen 1,17 Millionen Dollar wegen ausgefallener Gehälter, 54.000 Dollar Schmerzensgeld und zehn Millionen Dollar Strafgelder zugesprochen. Helmsleys Anwälte haben Berufung angekündigt.

Helmsley war 1989 in einem viel beachteten Fall zu 18 Monaten Gefängnis wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden. Während des Verfahrens war sie mit den Worten zitiert worden: "Nur die kleinen Leute zahlen Steuern". Ihr Vermögen wurde während des jüngsten Verfahrens auf zwischen 3,2 und 4,0 Milliarden Dollar geschätzt.

"The Look of Leather" Bob Morris "The New York Times", 09. Feb 2003 www.nytimes.com/2003/02/09/fashion/09AGE.html?ex=1045544400&en=3f58cfc83fcb79ff&ei=5062&partner=GOOGLE

"Helmsley Case May Help Gay Rights" (Kein Autor angegeben) Newsday.com, 09. Feb 2003 www.newsday.com/business/printedition/ny-gay3122348feb09,0,1782245.story?coll=ny-business-print

"Helmsley Owes Ex-Hotel Manager $11.175 Million" von Jeanne King ABC News, 04. Feb 2003 abcnews.go.com/wire/US/reuters20030204_674.html

Nach einem Hinweis des NCSF Media Updates vom 14. Feb 2003

    


    

US-Christen üben Druck auf Hotels wegen SM-Treffen aus

Die radikale US-Christengruppe "Concerned Women for America" (CWA) hat erneut wegen einer SM-Veranstaltung Druck auf eine Hotel-Kette ausgeübt. Der "Medill News Service" (Quellen s.u.) zufolge hat die Gruppe das Adam's Mark Chicago-Northbrook Hotel wegen des "My Vicious Valentine VI" vom 14. bis 16. Februar 2003 angegriffen.

Die Leiterin der CWA-Gruppe im Bundesstaat Illinois, Kathy Valente, sagte demnach in einer Presseerklärung über die Teilnehmer: "Diese Leute genießen es, sich und anderen Schmerzen zuzufügen." Hotels, die solchen Veranstaltungen ihre Räume zur Verfügung stellten, machten sich unter Hinweis auf 'Vielfalt' und 'Toleranz' aus Geldgier zu Huren. Susan Wright von von der SM-Bürgerrechtsgruppe "National Coalition for Sexual Freedom" (NCSF) sprach dagegen von einer Hexenjagd. Die CWA habe bereits 2002 versucht, die Veranstaltung mit haltlosen Vorwürfen zu stoppen. Ein Sprecher des Hotels sagte, er sehe keine Probleme im Zusammenhang mit "My Vicious Valentine". Die Teilnehmer würden wie alle anderen behandelt.

Die CWA hatte im Februar 2002 die Ramada-Hotelkette unter Druck gesetzt, eine "Vicious Valentine" abzusetzen [swl20020210-0002], war im September 2002 gegen die Bürgermeisterin von Portland wegen einer SM-freundlichen Proklamation vorgegangen [s. SWL 15. Sep 2002] und gehört nach Angaben der NCSF zu den konservativen Gruppen, die in den USA zunehmend gegen Sadomasochisten vorgehen [swl20020215-0001].

Die NCSF hat unter dem Titel "Caesar's Revenge" eine Spendenaktion gegen die CWA unter www.leatherquest.com/caesars_revenge.htm ins Leben gerufen.

QUELLEN

"Women's Group Protests Valentine's Day Exhibit" von Lea Silverman Medill News Service, 11. Feb 2003 xavier.cs.northwestern.edu:8000/article.asp?articleID=6932&item=3

Presseerklärung der CWA www.cwfa.org/articledisplay.asp?id=3270&department=FIELD&categoryid=misc

Nach einem Hinweis im NCSF Media Update vom 14. Feb 2003

ORIGINALZITAT

"These people enjoy inflicting pain on themselves and others," she said. "The hotels that host these types of events are prostituting themselves by doing anything they can to make a buck, all under the name of 'diversity' and 'tolerance.'"

    


    

Termin: So. 23.2. - Workshop: Aller Anfang ...

Workshop: Aller Anfang ist schwer ...

Termin: Sonntag, 23.2.2003

Beginn: 15.00 Uhr

Ort: Hamburg (genaue Bekanntgabe mit der Anmeldebestätigung)

Gebühr: 15,- Euro je Person

Teilnehmer: bis zu 20 Personen Anmeldung: siehe unten

Hier nun die zweite Auflage des Workshops - dieses Mal für die männlichen Doms und Tops. Zu einer Aufteilung hatten wir uns zugunsten einer geschlechtsspezifischen Vertiefung der Inhalte entschieden und den Damen der "dominanten Gilde" - kavaliergemäß - den Vortritt im November gelassen ;-)

In diesem Workshop soll es um das erste Spiel gehen. Gelesen hat man schon viel und auch eindeutige Phantasien und Wünsche sind vorhanden. Nur - wenn es dann soweit ist, stellen sich noch ganz andere, sehr praktische Fragen. Genau hier soll der Workshop "Aller Anfang ist schwer - toppen leicht(er) gemacht" ansetzen.

Wie beginne ich ein Spiel, wie schaffe ich den Übergang vom Alltag in die gewünschte Rollenverteilung? Welche Spielmöglichkeiten gibt es? Welche Spielsachen soll ich kaufen? Brauche ich denn unbedingt etwas? Was ist empfehlenswert, was lohnt sich nicht? Gibt es noch Geheimtips unter den Einkaufsmöglichkeiten? Kann ich das nicht selbst basteln? Und wie ist das mit der Sicherheit? Man hört immer so viele Schauergeschichten ...

Solche und weitere Gedanken und mögliche Lösungen werden wir an diesem Nachmittag erörtern, ggf. auch an einem "Anschauungsobjekt" darstellen. Viele Tips wird es schriftlich geben - mitschreiben ist also überflüssig und spätere Gedächtnislücken sind ausgeschlossen. Alles in allem erwartet Euch ein praxisorientierter Nachmittag für dominante Männer, die es jetzt endlich wissen wollen.

Anmeldungen können per Fax an (040) 8224 2447 oder per EMail an anmeldung — at — schlagwerk.org gerichtet werden. Bitte den Workshop, die Anzahl und Namen der anmeldenden Personen benennen sowie Anschrift und Telefon, ggf. EMail. Die Teilnehmergebühr ist unmittelbar zu Beginn des Workshops zu entrichten (bar).

Anmeldungen müssen mit ihrer Bestätigung durch Schlagwerk als verbindlich behandelt werden, d.h. die Teilnehmergebühr wird auch bei Nichterscheinen fällig.

Ines für Schlagwerk- Bunter als schwarz

    



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