Bisam

26.04.2003

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    Jahresübersicht 2003 | Monatsübersicht April

  1. Hausdurchsuchung bei Zürcher Partyorganisator
  2. Telepolis: Muslimische Staaten gegen UN-Resolution über Menschenrechte von Homosexuellen

    

Hausdurchsuchung bei Zürcher Partyorganisator

Basierend auf den "Gewaltpornographie-Artikeln" des Schweizer Strafgesetzbuches (StGB Art. 135 und 197 Abs. 3 bis) wurden am 31. März Geschäfts- und Privaträume eines Veranstalters von u.a. SM-Parties in Zürich durch die Polizei durchsucht.

Dabei wurden Computer, Kameras, Aufnahmemedien, Bilder und Zeitschriften beschlagnahmt. Auslöser der Hausdurchsuchungen waren offenbar Videos mit Natursekt-Szenen, die bei der Einfuhr von Schweizer Zollbehörden kontrolliert worden waren.

Darstellungen von menschlichen Ausscheidungen sind in der Schweiz strafbar, wobei Sperma und Schweiss nicht zu menschlichen Ausscheidungen gezählt werden. Die Zusammenarbeit zwischen Zoll und Polizei beziehungsweise Justiz bei der Verfolgung der StGB-Artikel 135 und 197 ist in der SM-Community seit längerem bekannt.

Dem Partyveranstalter ist nach eigener Aussage nicht bekannt, dass Videos bestellt wurden und von wem diese gesendet wurden. Black Sun Productions bittet auf ihrer Webseite um finanzielle Unterstützung für die Kosten des Verfahrens.

QUELLE

BDSM und Recht in der Schweiz: www.ig-bdsm.ch/recht/

Webseite des Partyveranstalters: www.black-sun-productions.com/

Art. 135 StGB.ch: www.admin.ch/ch/d/sr/311_0/a135.html

Art. 197 StGB.ch: www.admin.ch/ch/d/sr/311_0/a197.html

Zur Situation um die Strafbarkeit sadomasochistischer und ähnlicher Darstellungen in der Schweiz siehe auch [swl19990521-0001] [swl20000109-0001] [swl20000724-0001] [swl20010814-0002] [swl20001212-0002] [swl20001213-0002]

Autor: Matthias Leisi <matthias — at — ig-bdsm.ch>

    


    

Telepolis: Muslimische Staaten gegen UN-Resolution über Menschenrechte von Homosexuellen

Das Online Magazin Telepolis berichtet unter

www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/14679/1.html

---- Beginn Zitat ---

Muslimische Staaten mauern gegen UN-Resolution über Menschenrechte von Homosexuellen

Pakistan, Ägypten, Libyen, Saudi-Arabien und Malaysia bemühen sich offenbar nach Kräften, eine UN-Abstimmung über "Menschenrechte und sexuelle Orientierung" zu torpedieren.

Die Resolution, eingebracht von Brasilien und unterstützt von 19 weiteren Staaten, [...] fordert alle Mitgliedsstaaten auf, sich für die Menschenrechte "aller Menschen, ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung" einzusetzen und diese zu schützen.

[...] Die neue Resolution, "Human Rights and Sexual Orientation", ist überaus wünschenswert. Über 70 Staaten verbieten gleichgeschlechtliche Sexualität, in Tschetschenien, Iran, Irak, Mauretanien, Saudi-Arabien, Sudan und Jemen kann Homosexualität sogar mit dem Tod bestraft werden.

---- Ende Zitat ---

Autor: Kai

    



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Erzeugt am: 17.01.2005

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