Zu beachten ist bei der Interpretation, daß "Mit Hängen und Würgen" fast nur von Websites aus verlinkt ist, die sich an Sadomasochisten wenden. Man kann den Text zwar über Suchmaschinen finden, fürs erste sollte man aber davon ausgehen, daß die erhobenen Daten von überdurchschnittlich vielen Sadomasochisten stammen. Es wäre falsch, zum gegenwärtigen Zeitpunkt den Schluß zu ziehen, daß Sadomasochismus und der Hang zu Atemkontrollspielen stark korrelieren (auch wenn ich das persönlich für recht wahrscheinlich halte). Durch die Veröffentlichung im Internet ist die Stichprobe natürlich auch sonst in diverse Richtungen verzerrt. Außerdem sind manche Fragen umformuliert worden, nachdem die ersten Fragebögen bereits ausgefüllt waren; einige andere Punkte waren offenbar missverständlich formuliert Also bitte keine voreiligen Schlüsse. Eine aussagekräftigere Umfrage wird folgen.
Eingegangene Fragebögen bis zum 26. Januar 2002: 280
Die einzige meines Wissens existierende Studie an
lebenden Atemkontrollspielern hatte gerade mal 5. [FG94]
Geschlecht:
| Männer: n=219 / Frauen: n=61 |
78%  22% |
Das sind mehr Frauen, als die Forschungsliteratur vermutet. Dort geht man eher -
wenn überhaupt - von einem Frauenanteil von 5-10% aus.
Durchschnittsalter: Frauen 28 (17 - 47 Jahre), Männer 32 (15-61
Jahre)
Sexuelle Orientierung:
| |
Männer (n=219) |
Frauen (n=61) |
| überwiegend oder nur heterosexuell: |
72% |
 |
67% |
 |
| überwiegend oder nur homosexuell: |
13% |
 |
5% |
 |
| sonstige:* |
13% |
 |
26% |
 |
| keine Angaben: |
2% |
 |
2% |
 |
* wurde umformuliert von "kann mich nicht entscheiden" zu "Ich
glaube nicht an diese Einteilung"
Sexuelle Vorlieben:
| |
Männer (n=219) |
Frauen (n=61) |
entsprechen abgesehen von meinem Interesse
an Atemkontrollspielen im großen und ganzen
vermutlich denen der Mehrheit:* |
14% |
 |
11% |
 |
| ... nicht der Mehrheit, insgesamt:* |
81% |
 |
87% |
 |
| keine Angaben: |
5% |
 |
2% |
 |
| ... nicht der Mehrheit, nähere Angaben (Mehrfachnennungen
waren möglich): |
| Bondage: |
68% |
 |
79% |
 |
| Machtspiele: |
44% |
 |
79% |
 |
| SM: |
60% |
 |
80% |
 |
| Transvestismus: |
12% |
 |
7% |
 |
| Zoophilie: |
7% |
 |
5% |
 |
| Körperteilfetische: |
15% |
 |
8% |
 |
| Materialfetische oder Kleidungsfetische: |
49% |
 |
31% |
 |
| "schmutzige" Praktiken: |
25% |
 |
23% |
 |
| Voyeurismus: |
8% |
 |
25% |
 |
| Exhibitionismus: |
7% |
 |
23% |
 |
* siehe dazu die Anmerkungen in der Einleitung
Das Thema Atemkontrollspiele beschäftigt mich aus folgenden Gründen:
(Mehrfachnennungen waren möglich)
| |
Männer (n=219) |
Frauen (n=61) |
Atemkontrollspiele kommen in meinen Phantasien vor;
ich habe keinerlei praktische Erfahrungen damit: |
14% |
 |
11% |
 |
| Ich habe früher allein Atemkontrollspiele betrieben: |
28% |
 |
11% |
 |
| Ich betreibe allein Atemkontrollspiele: |
45% |
 |
20% |
 |
Ich habe früher allein Atemkontrollspiele betrieben
und spiele jetzt mit meinem/meiner Partner/in: |
26% |
 |
8% |
 |
| Insgesamt schon mal allein gespielt: |
70% |
 |
31% |
 |
Mein/e Partner/in hat mich auf die Idee gebracht;
vorher hatte ich damit nichts zu tun: |
6% |
 |
21% |
 |
Ich hatte früher zwar entsprechende Phantasien,
habe sie aber erst umgesetzt, als ich eine/n Partner/in gefunden hatte: |
11% |
 |
36% |
 |
Ich möchte gar nichts dergleichen praktizieren,
ich sehe mir nur gern Bilder davon an: |
2% |
 |
3% |
 |
Sonstiges, und zwar:
- In meiner Phantasie kommen sie immer noch gelegentlich vor, und zwar in anderer,
drastischer Art, was mir aber in der praktischen Umsetzung zu gefährlich wäre.
- Ich spiele schon länger mit dem Gedanken, Atemkontrollspiele auszuprobieren, möchte
mich aber vorher umfassend darüber informieren, um das Risiko zu minimieren.
- Ich kann mich nicht erinnern, jemals solche Phantasien gehabt zu haben. Bei einer meiner
ersten Sessions mit meinem Partner hatte ich jedoch plötzlich und ohne vorherige
Absprache meine Hände an seinem Hals. Ich spürte seine Erregung und merkte gleichzeitig,
wie mich ein Machtrausch erfasste.
- Es ist ein Supergefühl, absolut beherrscht zu werden und nichts dagegen tun zu können.
- Um meine Grenzen zu spüren und Entspannung zu finden, die Phantasie/Sensibilität
meines Partners zu erleben.
- Neugier.
Ich weiß noch, was mich auf die Idee gebracht hat:
- Ich bin gemeinsam mit meinem Partner eher "zufällig" während einer
SM-Session darauf gekommen, daß es mir passiv angenehm ist. Danach haben wir es auf
seinen Wunsch hin auch umgekehrt ausprobiert.
- Ich habe einfach so (aus Langeweile oder Neugier?) mit 12 Jahren lange die Luft
angehalten und festgestellt, daß es mich erregt.
- Fernsehkrimis, in denen Frauen stranguliert wurden. Ich habe mir immer vorgestellt,
selbst das Opfer zu sein.
- Um die Wette Luft anhalten mit den Brüdern im Alter von 5
- Es war eigentlich mehr die zufällige Erfahrung, daß man mit angehaltenem Atem
gelegentlich leichter zum Orgasmus kommt.
- Um ehrlich zu sein, ich hab eine Bong geraucht und wenn man die Luft länger anhält,
wird die Wirkung verstärkt. Der Sauerstoffmangel wirkte da schon sehr schön und ich
dachte mir, das kann man ja auch mal ohne Zusätze ausprobieren.
- passiv: 1. Austesten in einer nicht so schönen Session, 2. Austesten und Gefallen
finden in einer richtig schönen Session ;-)
aktiv: als Mund und Nase beim Gesicht-Streicheln in die Hand gepreßt wurden und nach
vorsichtigem Antesten das immer noch der Fall war.
- In der Pubertät. Ich glaube, es war die onanistische Praktik, Facesitting durch weiches
Mobiliar zu simulieren.
- Eine ziemlich schmerzhafte Erfahrung durch zwei Mädchen ...
- Infoseiten zu SM behandeln manchmal das Thema, und in Geschichten, die im Usenet
gepostet werden, finden sich auch oft Beschreibungen zu Atemkontrolle. Dadurch bin ich
neugierig geworden.
- das Halsband um meinen Hals ;-)
- seit ich denken kann
- Ich wurde als 5jähriger Junge beinahe von meinen 2 älteren Schwestern mit einem
Kopfkissen erstickt
- Eine Folge von "Die Leute von der Shiloh Ranch" in der der Virginian gehängt
werden sollte. Kann aber auch sein, daß ich vorher schon die Fantasie hatte und mich die
Folge nur angetörnt hat. Ist jedenfalls meine erste Erinnerung außerhalb der
eigentlichen Spiele.
- Es war eine plötzliche Eingebung, die vermutlich aus den Reaktionen meines Partners
resultierte.
- Es war ganz spontan die Lust, meinem Partner die Hände um den Hals zu legen und
zuzudrücken
- Ich wollte sehen, wie sich mein Körper zusammenzieht, wenn er keine Luft mehr bekommt
- Filme in meiner Kindheit, von Gehängten in Western
- Zufall
- Aus der Weiterentwicklung von sehr harten SM-Spielen entstanden. Die Idee kam von der
festen Partnerin (masochistisch).
- Wurde in der Schule bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und empfand das als erregend.
- Der Film "Frenzy" von Hitchcock. Dort werden Frauen in Großaufnahme
erdrosselt.
- Ich habe mit einem Partner spontan Würgespiele betrieben, sowohl aktiv als auch passiv.
- Ein Film im Fernsehen
- Indianerspiele mit Fesselung
- Bilder im Internet, auf denen Frauen mit Plastikfolie der Kopf eingewickelt ist.
- Ich wurde als Kind von meinen Schwestern gefesselt und bekam eine Kleiderplastiktüte
übergezogen. So stellten sie mich dann in den Kleiderschrank.
- Meine Freundin und ich waren 13. Wir machten eine Kissenschlacht und kämpften
miteinander aus Spaß. Dann war sie auf einmal über mir, legte als Zeichen des Sieges
ihre Hände um meinen Hals und rief: Gewonnen! Ich spürte, wie mich das alles erregte und
bekam eine Erektion. Sie merkte es auch, sie saß genau auf der richtigen Stelle. Wir
sahen uns tief in die Augen, ich glaube, wir verstanden uns sofort. Das ist jetzt rund 20
Jahre her. Und übrigens, wir sind immer noch zusammen ...
- Der Hitchcock-Film "Frenzy"
- Als Kind habe ich einen Western im Fernsehen gesehen, wo man jemanden aufgehängt hat.
Das hat mich irgendwie erregt.
- Film im TV: Jemand versank langsam, aber unrettbar in einem Moor, begleitet von
schmatzenden und gurgelnden Geräuschen. Seitdem habe ich immer wieder die Phantasie, (von
einer Frau) gefesselt und in ein Moor / eine Jauchegrube gestoßen zu werden oder mich
zusammen mit einer Frau in eine solche endgültige Situation zu begeben.
- Der Wunsch, dass mir ein Mädchen den Mund zuhält, war plötzlich da.
- Ich wollte sie ganz intensiv nehmen, küsste sie intensiv und streichelte sie. Da kam es
mir in den Sinn, die Hände um ihren Hals zu legen und sie etwas zu würgen.
- In der Kindheit kam irgendwann der Zeitpunkt, an dem ich die Endlichkeit des Lebens
begriff und die Angst vor dem Tod zu einer Grundangst wurde. Ich begann, diese Grundangst
mit sexuellem Vergnügen zu kompensieren. Ich stellte mir vor, dass mein Tod durch eine
schöne Frau verursacht wird. Damit begannen meine Fantasien, durch Frauen umgebracht zu
werden. Diese halten bis heute an. Wenn ich Filmszenen mit weiblichen Mördern sehe, wie
z.B. "Sukkubus" (eine Hexe erdrosselt einen Bauern), bin ich meistens sehr
erregt. Manchmal stelle ich mir aber auch vor, dass ich Mordpraktiken an einer Frau
ausübe, allerdings nur selten, und meistens nur spielerisch als "Unterricht".
Als Tötungstechniken werden erstickungsverwandte Methoden (z.B. Erwürgen, Erdrosseln,
Ertränken, Mund und Nase zuhalten, Plastiktüte über den Kopf ziehen usw.) bevorzugt.
Erste Phantasien durchschnittlich mit:
Männer: 16 (5-35)
Frauen: 18 (5-32)
| |
Männer (n=219) |
Frauen (n=61) |
| bis 10 |
13% |
 |
10% |
 |
| 11-15 |
34% |
 |
18% |
 |
| 16-20 |
25% |
 |
30% |
 |
| 21-25 |
8% |
 |
13% |
 |
| 26-30 |
6% |
 |
5% |
 |
| > 30 |
2% |
 |
2% |
 |
| keine Angaben |
12% |
 |
23% |
 |
Erste Experimente durchschnittlich mit:
Männer: 18 (6-35)
Frauen: 22 (9-40)
| |
Männer (n=219) |
Frauen (n=61) |
| bis 10 |
7% |
 |
5% |
 |
| 11-15 |
30% |
 |
11% |
 |
| 16-20 |
23% |
 |
20% |
 |
| 21-25 |
12% |
 |
23% |
 |
| 26-30 |
7% |
 |
10% |
 |
| > 30 |
4% |
 |
13% |
 |
| keine Angaben |
16% |
 |
18% |
 |
Ich spiele gern (oder würde gern spielen):
| |
Männer (n=219) |
Frauen (n=61) |
| auf der aktiven Seite |
12% |
 |
11% |
 |
| auf der passiven Seite |
41% |
 |
41% |
 |
| mir gefällt beides |
44% |
 |
48% |
 |
| keine Angaben |
3% |
 |
0% |
|
An Atemkontrollspielen gefällt mir: (Mehrfachnennungen waren möglich)
| |
Männer (n=219) |
Frauen (n=61) |
| Die euphorisierende Wirkung des Sauerstoffmangels |
52% |
 |
66% |
 |
| Ich komme schneller zum Orgasmus |
38% |
 |
31% |
 |
| Mein Orgasmus ist befriedigender |
45% |
 |
20% |
 |
| Die Todesangst |
24% |
 |
20% |
 |
| Das Spiel mit der Gefahr |
31% |
 |
36% |
 |
Die Macht, die mein/e Partner/in damit über mich hat
oder umgekehrt (hier zählen auch phantasierte Partner) |
67% |
 |
77% |
 |
| Keine Angaben |
5% |
 |
3% |
 |
Sonstiges:
- Der Glanz in den Augen meiner sub, wenn ich ihren Hals umklammere.
- Die - schwer beschreibbare - physische Wirkung auf den Organismus
- Wie der Körper versucht, sich gegen den Sauerstoffmangel zu wehren; wenn ich bewusstlos
daliege, kann der andere mit mir machen, was er will; wenn ich zu mir komme, bekomme ich
mit, welche unmögliche Position ich eingenommen habe
- mit dem Risiko spielen gibt mir das Kribbeln, das ich glaube zu brauchen
- Eine Art Geborgenheit, im Zuge der Dosierung bzw. Vereinnahmung; Adrenalinschub
- dass es ziemlich extrem ist und sehr viel Vertrauen voraussetzt
- Gewisse Arten von Atemkontrollspielen erscheinen mir wie eine intensivierte Bondage. Es
verdeutlicht einem auch die Hilflosigkeit einer Bondage, denn erst wenn man aus Atemnot
wirklich auskommen will, merkt man so richtig, dass es nicht geht.
- Das Vertrauen meiner Partnerin in mich.
- Allein das Schmecken und weiter in den Mund Hineinschieben des Materials, bis es zur
Atembeschwerde kommt, reizt.
- Dass meine Partnerin schneller zum Orgasmus kommt, und dass sie die Todesangst genießt.
- Die relativ hohe Wahrscheinlichkeit, dass während des (starken) Höhepunktes der Tod
eintreten kann.
- Ich bin mehr oder weniger zufällig mit meiner Partnerin darauf gestoßen und es hat ihr
sehr gefallen, die Luft abgedrückt zu bekommen. Sie möchte mehr und intensiver das
Gefühl erleben.
- Die Reaktion meiner Partnerin, wie sie nach Luft ringt und röchelt.
- Aggressionsabbau durch spielerischen Umgang mit Tötungstechniken.
Ich habe Phantasien, in denen der Tod meines Partners / meiner Partnerin oder -
auf der passiven Seite - mein eigener Tod vorkommt (erst ab Fragebogen-Nr 73):
| |
Männer (n=165) |
Frauen (n=43) |
| der eigene Tod |
19% |
 |
12% |
 |
| der Tod des Partners |
4% |
 |
14% |
 |
| beides |
5% |
 |
5% |
 |
| weder noch |
68% |
 |
70% |
 |
| keine Angaben |
4% |
 |
0% |
|
Im allgemeinen bevorzuge ich folgende Praktiken: (Mehrfachnennungen waren
möglich):
| |
Männer (n=219) |
Frauen (n=61) |
| Abdrücken der Schlagadern mit den Händen |
17% |
 |
54% |
 |
| Drosseln (Hilfsmittel um den Hals zuziehen) |
53% |
 |
48% |
 |
| Mund/Nase zuhalten |
47% |
 |
62% |
 |
| Würgen mit den Händen |
32% |
 |
64% |
 |
| Gasmasken |
46% |
 |
33% |
 |
| Facesitting |
38% |
 |
26% |
 |
| Sitzen auf dem Brustkorb |
23% |
 |
25% |
 |
| den Brustkorb anderweitig komprimieren |
18% |
 |
26% |
 |
| Wiedereinatmen der Atemluft |
58% |
 |
41% |
 |
| Untertauchen / Spiele unter Wasser |
34% |
 |
26% |
 |
| Inhalieren chemischer Substanzen |
10% |
 |
13% |
 |
| Hängen |
46% |
 |
20% |
 |
| Mindgames |
12% |
 |
25% |
 |
| keine Angaben |
2% |
 |
0 |
|
Sonstiges:
- mich fest umarmen lassen, Gesicht an seinen Körper gedrückt; eher zärtlich und
geborgen!
- Simples Luftanhalten bzw. der Versuch, sämtliche Luft auszuatmen, reicht bereits aus,
um schneller zum Orgasmus zu kommen. Allerdings habe ich diese Versuche relativ schnell
aufgegeben, weil der Orgasmus zwar schneller kommt, aber im allgemeinen weniger intensiv
ist. Ich benutze diese "Technik" nur noch gelegentlich (auch bei "ganz
normalem" Sex, wenn ich Probleme habe, zum Orgasmus zu kommen. Akzeptabel für die
Praxis finde ich auch Spiele, bei denen man seinem Partner einfach nur verbietet, Luft zu
holen, um dann seine Bemühungen zu beobachten. (Ich bin zwar keine Medizinerin, halte es
aber für relativ unmöglich, aus reiner Willenskraft zu ersticken.) Weitergehende
Praktiken finde ich in der Phantasie zwar stimulierend, halte sie in der Praxis aber doch
für riskant.
- Dolcett
- Fesselspiel im Wasser, ggf. mit Masken oder Gewichten kombiniert
- enge Halsbänder, nur geringes Abdrücken der Halsschlagadern
- Kombination mit eng geschnürten Korsetts
- "in der Phantasie" heißt, daß meine Partnerin darauf mangels Interesse nicht
eingehen will (noch)
- Zudrücken des Halses mit den Oberschenkeln
- Beinscheren, d.h. Umschlingen von Kopf, Oberkörper oder Bauch/Nieren mit verschränkten
Beinen
- Verminderung der Atmung meist durch Knebel (bestimmte Dosierung)
- Sehr enges Lederhalsband mit angelaufenem Kopf in der Öffentlichkeit, Einwickeln des
Kopfes in Frischhaltefolie
- Einschnüren der Taille durch sehr eng gezogene Gürtel über einen längeren Zeitraum
(1/2 bis 1 Stunde)
- Fellatio beim Hängen der Partnerin (Phantasie)
- Plastikmaterialien um den Kopf ziehen und um das Kinn herum mit der Hand verdrillen.
Dadurch kommt es sehr rasch zu einem Orgasmus. Während des Nachlassens kam es zum
leichten "Sterne sehen" = Leuchtspuren vor den Augen.
- aufblasbare Masken
Ich habe schon Dinge praktiziert, von denen auf diesen Webseiten abgeraten
wird, und zwar:
- allein spielen, Verschließen der Maske oder ähnlicher Sachen
- Atemkontrollspiele alleine gespielt und mich dabei mit Seilen gewürgt, die um die
Fußknöchel gewickelt waren und durch die Muskelanspannung beim Orgasmus zugezogen
wurden.
- Mein Hals wurde mit den Oberschenkeln weit über die Bewußtlosigkeit hinaus
zugedrückt, mehrfach hintereinander, Zeitdauer der Session ca. eine Stunde.
- Selbstfesselung mit Handschellen und Gag
- Autoerotische Hängespiele und Selbsterstickungsspiele mit zugebundenen Plastiktüten
- Freies Aufhängen (1 Seilende festhalten), Drosseln im Sitzen, Seilende an Türknauf
gebunden, Plastiktüte über Kopf mit Festziehen um den Hals
- Aufhängen, bis nur noch Zehenspitzen am Boden sind (ohne Failsafe-Mechanismen),
Plastiktüte über Kopf zugebunden, Gummimaske ohne Öffnungen fest am Hals zugebunden
- frei hängen (also ohne Bodenkontakt) öfters passiv praktiziert
- Brustkorbdrücken bis hin zur Bewusstlosigkeit (aktiv/passiv)
- Hängen ohne Bodenkontakt mit Plastiktüte und Knebel
- mit Hundehalsbändern aufgehängt
- Solospiele, Lacklederbeutel oder Plastiktüten über den Kopf gezogen und am Hals fest
verschnürt, stramme Selbsteinwicklung des gesamten Körpers in einem großen Lacklaken.
- Plastiktüte über den Kopf und gefesselt, alleine
Ich hatte schon einmal oder mehrmals das Gefühl, bei einem Atemkontrollspiel
mein Leben mehr in Gefahr zu bringen, als mir lieb war:
| |
Männer (n=219) |
Frauen (n=61) |
| keine Angaben |
3% |
 |
5% |
 |
| Nein, noch nie |
65% |
 |
78% |
 |
| Ja (insgesamt) |
32% |
 |
16% |
 |
| und zwar bei einem Solo-Spiel |
82% |
 |
4% |
 |
dabei war das Problem folgendes:
- Ich hatte mich selbst an einen Baum gefesselt und eine Fahrradkette um meinen Hals
gelegt, sehr eng. Ich wäre fast ohnmächtig geworden, bevor ich es geschafft habe, die
richtige Zahlenkombination wieder einzustellen und somit die Kette zu öffnen.
- Gürtelschnalle ließ sich nicht öffnen
- Geschlossene Latex-Maske und Handschellen auf dem Rücken, dumm, aber man lernt draus
- Das war kein Problem, weil es mir erst 10 Jahre später bewusst wurde
- Atemkontrollspiele alleine gespielt und mich dabei mit Seilen gewürgt, die um die
Fußknöchel gewickelt waren und durch die Muskelanspannung beim Orgasmus zugezogen
wurden. Dabei ging die zugezogene Schlinge schwer wieder auf.
- Sauerstoffmangel unter der Plastiktüte und das Gefühl, diese nicht schnell genug
entfernen zu können
- Fesselung von Hals und Armen an einem Seil, das durch einen Haken an der Decke ging
=> kurzfristiger Bewußtseinsverlust; habe es aber dank gutem Schutzengel geschafft,
mich aus der liegenden Stellung (zwecks Stimulation) in eine knieende aufzurichten (Beine
auch gefesselt). Wie das ging: keine Ahnung, wenn ich daran denke, frage ich mich immer
wieder, warum ich noch lebe. Trotzdem sind die Gedanken daran immer noch leicht erregend.
- Ich hatte die Handschellen mit der Schlüsselöffnung in Richtung Ellenbogen statt zu
den Händen hinweisend angelegt und konnte sie nur mit äußerster Mühe wieder öffnen.
Gleichzeitig ging mir durch den Gag die Luft aus. Unerfreulich so etwas, hätte auch
schiefgehen können.
- Habe mich fast erhängt. Bei Hängespielen ohne Failsafe-Konstruktion (Gürtelschlaufe
um den Hals gelegt, Gürtelende am Geländer der Kellertreppe befestigt, dann langsam in
die Knie gegangen) bin ich in Folge der Strangulation beinahe ohnmächtig geworden, reiner
Zufall, daß ich stehengeblieben bin und überlebt habe. Seitdem habe ich keine
Solo-Hängespiele mehr praktiziert.
- Ich habe mir auf der Toilette sitzend eine Plastiktüte über den Kopf gezogen und mit
einem mehrfach um den Hals gewickelten Gürtel zugebunden. Beim Lösen des Gürtels (im
letzten Moment natürlich) bin ich in Schwierigkeiten gekommen und in Folge des schon
erheblichen Sauerstoffmangels in Panik geraten. So bin ich gar nicht mehr auf die Idee
gekommen, daß es schneller und einfacher ist, die Tüte zu zerreißen. Es gelang mir im wirklich
letzten Moment, den Beutel herunterzubekommen.
- Die Schlinge ließ sich nicht lösen.
- Hängen im Sitzen am Treppengeländer mit Stromkabel. Ein Stromkabel drückt die
Schlagadern stärker ab, wurde daher fast bewusstlos und kam gerade noch zu mir.
- Der Rettungsschlauch in einer zugebundenen Plastiktüte bei gefesselten Händen knickte
ein.
- Ich hatte eine Plastiktüte über dem Kopf, zugebunden und die Hände mit Kette und
Vorhängeschlössern gefesselt. Ich bekam fast nicht mehr rechtzeitig die Schlüssel ins
Schloss. Ich hatte mich gehängt und gottseidank riss das Seil.
- Der Hocker war mir umgefallen, als ich mich wieder draufstellen wollte.
- Als Jugendlicher habe ich einmal gedacht, es könnte sehr schön sein, viel Druck am
Hals zu fühlen. Ich führte ein Seil über ein hohes Heizungsrohr und befestigte am
anderen Ende Gewichte. Ich dachte, wenn ich mich mit der Schlinge um den Hals fallen
lasse, würde ich langsam nach unten gelangen mit dem Gegengewicht und den Moment länger
genießen. Leider war das Gewicht zu groß und ich hing richtig. Nur weil ich mich sofort
auf den Stuhl zurückschwingen konnte, habe ich mich gerettet.
- Habe es erst im allerletzten Moment geschafft, die Verschnürung am Hals zu lösen, der
Beutel über meinem Kopf war aus Lackleder, also vom Material zu stark, um es zu
zerreißen.
- Schlagader zugedrückt bei Aufhängespiel. Konnte gerade noch den Knoten öffnen. Alter
etwa 14 Jahre. Mache ich seither nicht mehr.
- Ich hatte die Plastiktüte im letzten Moment noch abbekommen.
- Z.B. hatte ich eine gefährliche Situation mit einer Plastiktüte über dem Kopf und mit
Handschellen an den Rücken gefesselten Händen (Fantasie: von der in schwarzen Leder
gekleideten Mörderin mit einer durch Einweckgummiband um den Hals abgedichteten
transparenten Plastiktüte erstickt werden). Den Schlüssel ließ ich stecken, um mich
schneller befreien zu können. Dieser rutschte jedoch aus den Handschellenschloss und fiel
vom Bett auf den Boden.
Ich drehte mich um und konnte ihn mit tastenden Fingern rücklings wieder finden, er war
aber in dieser Position nur sehr schwer in das Schloss zu stecken und
umzudrehen. Glücklicherweise schaffte ich es noch rechtzeitig, es war aber verdammt
knapp.
| und zwar bei einem Spiel mit Partner |
22% |
 |
7% |
 |
und zwar war das Problem folgendes:
- Ich bin bewußtlos geworden
- Unwissenheit, fehlendes Vertrauen
- Bei einem Domina-Besuch wurde ich am Flaschenzug mit Henkersschlinge bis auf die
Zehenspitzen hochgezogen. Als ich das Sicherheitssignal gab, ließ die Domina den
Flaschenzug nach, die zugezogene Schlinge lockerte sich aber nicht, so daß ich dennoch
fast umgekippt wäre. Ob in diesem Fall genug Seil dagewesen wäre, mich zu Boden zu
lassen, bezweifle ich. Die Domina bemerkte das Dilemma rechtzeitig und lockerte die
Schlinge manuell. Ich denke trotzdem gern an diesen Tag zurück :-)
- Dieselbe Domina. Sie ließ mich mit ziemlich enger Schlinge um den Hals, fast auf
Zehenspitzen unter dem Flaschenzug stehend und streng gefesselt, für ca. 3-4 Minuten
allein. Angesichts meines auf Grund der vorhergegangenen Spiele und der Fesselung schon
etwas angegriffenen Kreislaufs eine meiner Meinung nach äußerst riskante Sache. Trotzdem
schön.
- Meine Partnerin ließ mich alleine mit einem Knebel im Mund und einer zugebundenen
Plastiktüte über dem Kopf. Meine Hände waren mir auf den Rücken gefesselt. Durch den
Knebel konnte ich nicht laut genug rufen. Aber es ging alles gut und sie kam rechtzeitig
wieder.
- Sie blieb ohnmächtig und ihre Blase entleerte sich, obwohl die Atemwege wieder frei
waren
- Partner war etwas zu enthemmt (Alkohol), hat mein Stopzeichen übersehen
- Es war eine Prostituierte, die nicht erkannte, dass es für mich schon sehr eng geworden
ist und die mein Stöhnen usw. als Orgasmus interpretiert hat. Wir haben uns auch zu wenig
Zeichen ausgedacht. Sie wollte es vielleicht besonders schön machen, hatte aber keine
Erfahrung damit. Wir haben Facesitting gemacht.
- Anfangs war es wie immer. Sie saß rittlings auf mir und würgte mich. Allerdings hatte
sie mich diesmal vorher gefesselt. Anders war dann, dass sie ihren eigenen Orgasmus
ansteuerte. Als sie dann kam, war der Druck ihrer Daumen auf meinem Kehlkopf so stark,
dass ich unser Codewort nicht mehr sprechen konnte, wehren fiel ja ebenso aus. Es war
keine Todesangst an sich, aber mir war doch sehr mulmig. Hinterher sprachen wir
miteinander und erkannten, dass bei solchen Spielen zuerst der Orgasmus des passiven
Partners relevant ist. Reaktionen des Aktiven bei dessen Orgasmus sind wohl schwer zu
kontrollieren.
Ich hatte schon einmal das Gefühl, daß meine Gesundheit vorübergehend oder
dauerhaft durch Atemkontrollspiele Schaden genommen hat:
| |
Männer (n=219) |
Frauen (n=61) |
| Nein, noch nie |
82% |
 |
84% |
 |
| Ja |
12% |
 |
10% |
 |
| keine Angaben |
6% |
 |
7% |
 |
nähere Angaben:
- Kehlkopfproblematik, und zwar mit folgenden Symptomen: Heiserkeit, Engegefühl im Hals,
Schluckbeschwerden
- Zuhalten der Atemwege, ich hatte ca. 1-2h lang Kopfschmerzen
- Herzdingsbums
- Selbst-Strangulieren mit Seil führte zu Blutungen in den Augäpfeln, die erst nach ca.
6 Wochen wieder verschwanden
- Versuch der Eigenbetäubung mit Propan/Butangas
- Leichtes Nasenbluten nach der Aktion ...
- Mehrfaches Zudrücken des Halses mit den Oberschenkeln, danach starke Kopfschmerzen,
"rote" Augen, "gepunktetes" Gesicht
- Strangulation (Drosselung), bevorzugt mit Ledergürtel, (Teil-)Aufhängungen an Seilen,
Stehen auf dem Hals. Folgen: Halsschmerzen, Schluckbeschwerden (insbesondere bei starkem
Druck auf die Halsvorderseite/Kehlkopf), Einblutungen in den Augen, an den Augenlidern und
auf der Stirn (insbesondere bei länger andauernden Strangulationen, auch wenn diese im
Einzelfall vielleicht nicht so stark waren; bei kurzzeitigen Drosselungen kaum Probleme in
dieser Richtung).
Bei unfachmännischen Strangulationen (Knoten bzw. Gürtelschnalle auf der
Halsvorderseite, dadurch Einklemmen von Haut) teils starke Würgemale und Blutergüsse,
Abdrücke der Strangwerkzeuge.
- Nachdem ich lange Zeit keine Luft mehr bekam, hatte ich etwa 1 Stunde Schwindel
- Hals- und Schluckbeschwerden, gerötete brennende Augen, ab und zu Strangmarke
- Striemen am Hals bei Hängen oder starkem Drosseln, geplatzte Äderchen in Augen und
Lidern
- Vermutlich durch Hängen Trigeminus-Neuralgie, durch Atemnot allgemein längerer
Kopfschmerz und gewisse Desorientiertheit über mehrere Stunden, ebenso
Konzentrationsprobleme
- Schwindelgefühl durch Aufhängen am Hals
- indirekt durch "abgestorbene" Finger (Fesselung), geplatzte Adern
(wahrscheinlich Einbildung)
- Beutel zu lange über dem Kopf, dadurch später Schwindelgefühle, Kopfschmerzen
- Selbstdrosselung zu stark, dadurch nicht mehr genug Kontrolle (Blut kam aus der Nase und
Venen platzten in den Augäpfeln).
Wenn ich besser über die Risiken von Atemkontrollspielen informiert gewesen
wäre, hätte ich (Mehrfachnennungen waren möglich):
| |
Männer (n=219) |
Frauen (n=61) |
| keine Angaben |
16% |
 |
16% |
 |
| die Finger davon gelassen |
2% |
 |
2% |
 |
versucht, Vorkehrungen zu treffen oder
weniger riskante Praktiken einzusetzen |
21% |
 |
23% |
 |
| es trotzdem getan |
46% |
 |
40% |
 |
| Ich war gut informiert |
24% |
 |
26% |
 |
... und zwar aus folgender Quelle:
- Gespräche mit einer Domina
- medizinische Ausbildung (Krankenschwester)
- medizinische Fachbücher, Tauchlehre
- diese Seiten :-)
- Internetseiten von Datenschlag / SM-Sicherheitshandbuch
- eigene Recherchen
- Selbstversuch
- Archiv für Kriminologie und ähnliche, Internet
- SM-Sicherheitshandbuch
- einschlägige Webseiten, Medizinstudentinnen
- Sicherheitstips auf allen mir bekannten Seiten wie Datenschlag, bdsm.at, Zarthart,
Andersartig, Gespräche mit erfahrenen Personen, Diskussionen auf Mailinglisten
- diverse Literatur und Gespräche mit den Partnern und anderen Atemkontrolle
Praktizierenden
- ein erfahrener Partner
- bin Ambulancier
- bin Rettungsassistent
- Beratung durch einen befreundeten Rettungsassistenten und berufliche Beschäftigung
- Datenschlag
- eigene Erfahrungen, Überlegungen
- Medizinische Fachliteratur
- SM-Sicherheitshandbuch, Gespräche
- Datenschlag
- Ausübung einer Kampfsportart (Judo)
- Verschiedene Internetseiten, BDSM-Literatur, Studium verschiedener medizinischer Bücher
Aus den Informationen habe ich folgende Konsequenzen gezogen:
- Solche Sachen praktiziere ich nicht mehr alleine
- Zunächst hatten wir, mehr oder weniger unbelesen, was das Thema angeht, aber mit
gesundem Menschenverstand und nur gelegentlich, hauptsächlich Abdrücken der
Halsschlagadern bei mir bis zur Bewußtlosigkeit betrieben. Dann habe ich ein paar
Publikationen dazu im Web gelesen und wurde so verunsichert, daß ich es nur noch sehr
ängstlich und am Ende gar nicht mehr wollte. Dein Howto hat mir wieder etwas mehr Mut
gemacht, danke :-)
- große Pausen zwischen den Ereignissen
- Die Antworten dieser Rubrik passen nicht ganz für mich, ich habe, auch ohne mich
darüber schlau zu machen, allein aus gesundem Menschenverstand den Schluß gezogen, daß
man in der Praxis aus Sicherheitsgründen nur solche Spiele machen sollte, bei denen die
Möglichkeit zu atmen nicht wirklich (d.h. mit Gegenständen etc.) behindert wird.
- Keine Solospiele mit nicht selbst lösbaren Fesseln
- Ich werde wohl bei den "leichten" Spielen bleiben. Möchte meine sub nicht in
Gefahr bringen, da wir auch andere Spiele praktizieren, die weit weniger gefährlich sind
und ebensogroßen Spaß machen.
- Die Atemkontrolle ist ein Ausnahmespiel für mich ... sehr selten, um gesundheitliche
Risiken zu minimieren.
- Ich will noch viel vorsichtiger sein. Ich habe schon einen Freund durch autoerotisches
Erhängen verloren; er hinterläßt Frau und Kind. Er erzählte mir, daß ihn Nonnen in
dem Kinderheim, wo er aufwuchs, zur Strafe in einem Sack eingeschnürt an die Decke
gehängt haben. Er war davon überzeugt, daß das auch die Nonnen sexuell erregt hat. Er
starb vor 10 Jahren. Ich bin heute noch traurig.
- Ich spiel fast nicht mehr allein und wenn, dann harmlose Sachen. Ansonsten nur mit
Partner.
- lieber zu früh aufhören; keine Spiele, wenn die Stimmung nicht wirklich passt (schon
gar keine gefährlichen); nie etwas machen, das echtes Unbehagen bereitet (gut auf den
Körper hören); immer mit klarem Kopf und voll dabei sein (als Aktive unter allen
Umständen den Partner und seine Reaktionen voll erfassen und entsprechend handeln);
vorher informieren, informieren, informieren ... nachher reden, reden, reden und aus
Erfahrungen lernen.
- Bei Drosselung nicht mehr zu weit gehen ohne 100prozentige Sicherung.
- beim frei Hängen keinesfalls versuchen, mir selbst die Hände am Rücken zu binden.
- mich genauer zu informieren, diese Praktik nicht allzu häufig anzuwenden (nicht mehr
als einmal pro Session)
- Wir machen Sessions, die Würgen beinhalten, nur auf dem Bett und ohne / mit sehr
leichten Fesselungen. Ich kenne mich mit Wiederbelebung aus und besuche jetzt wieder einen
Ersthelferkurs.
- Vorsichtig sein und lieber einmal zuviel das Safeword benutzen.
- Das richtige Feeling bedarf des richtigen Partners; bei neuen Erfahrungen evtl.
Info-Austausch mit Gleichgesinnten.
- Ich bin jetzt ängstlicher, wenn ich passiv bin. Ich versuche auch Risiken
auszuschalten.
- Sei vorsichtig!!!
Fragen zur Genese:
| |
Männer (n=219) |
Frauen (n=61) |
| Ich war eine schwere Geburt1 |
11% |
 |
18% |
 |
| Ich bin ein ältestes Kind2 |
29% |
 |
30% |
 |
| Ich bin ein mittleres Kind2 |
8% |
 |
7% |
 |
| Ich bin ein jüngstes Kind2 |
25% |
 |
25% |
 |
| Ich bin ein Einzelkind2 |
26% |
 |
31% |
 |
| Ich hatte als Kind oder Jugendliche(r) eine oder mehrere Erfahrungen, die
mit Atemnot, Ertrinken oder Erstickungsgefahr zu tun hatten (Details siehe unten) |
17% |
 |
20% |
 |
| Ich habe/hatte Asthma |
7% |
 |
11% |
 |
| Ich bin intelligent, ehrgeizig und erreiche im allgemeinen, was ich mir
vornehme3 |
64% |
 |
74% |
 |
| Ich komme aus einer sehr religiösen Familie |
7% |
 |
3% |
 |
Ich wurde als Kind/Jugendliche(r)
sexuell mißbraucht:4 |
<1% |
|
16% |
 |
| Ich wurde als Kind/Jugendliche(r) mißhandelt:4 |
2% |
 |
11% |
 |
| Ich bin als Jugendliche/r straffällig geworden |
3% |
 |
11% |
 |
Ich betreibe Risikosportarten /
habe früher Risikosportarten betrieben |
14% |
 |
7% |
 |
| keine Angaben |
6% |
 |
2% |
 |
1 Es ist mir bisher nicht gelungen, herauszufinden, wie häufig schwere
Geburten in der Gesamtbevölkerung überhaupt sind. Bis dahin bleibt diese Zahl mangels
Vergleichsmöglichkeiten nutzlos.
2 Die Verteilung ist natürlich auch sonst nicht gleichmäßig. Z.B.
sind Einzelkinder, älteste und jüngste Geschwister ingesamt häufiger als mittlere.
Eigentlich eine ziemlich unnütze Frage.
3 Auffällig, oder? Dummerweise ist die Frage so schmeichelhaft
gestellt, dass jeder sie gern mit Ja beantwortet, und dass das vermutlich auch jede
Kontrollgruppe tun würde. Was man hieraus allerdings ablesen kann, ist, dass ein
Großteil der Befragten über ein solides Selbstbewusstsein verfügt - das steht im
Widerspruch zu den in der Literatur gängigen Beschreibungen der Persönlichkeit von
Atemkontrollspielern.
4 Laut (FG94) müßte dieser Punkt
eigentlich auf alle Befragten zutreffen.
Ich hatte als Kind oder Jugendliche(r) eine oder mehrere Erfahrungen, die mit Atemnot,
Ertrinken oder Erstickungsgefahr zu tun hatten (Details):
- Gefahr des Ertrinkens
- Erstickungsnot im Schlaf bei Schwelbrand
- naja, Untertauchen (Döppen) im Schwimmbad
- zweimal beim Baden fast ertrunken
- beim Schwimmen
- Ertrinken im Hallenbad
- Mein Vater hat mich mit fünf Jahren ins Meer geschmissen, bin dabei beinahe ertrunken.
Habe seitdem auch eine Phobie vor tiefem Wasser.
- wenn ungenügend zerkautes Fleisch im Hals steckenblieb
- Krupp Bronchitis mit Erstickungsanfällen bis zum 8. Lebensjahr. Heute Apnoen,
allerdings ohne Herz- oder sonstige Schädigungen
- Tauchlehrer
- beinahe Ertrinken
- gefesselt ins Wasser gestoßen worden (war aber nach meinen ersten Praktiken)
- bin als 5jährige im Meer fast ertrunken
- Ein Sturz aus dem Fenster (3. Stockwerk), Landung auf dem Rücken, Atemstillstand durch
Schock
- diverse, aber nicht signifikant
- Ohne persönliche Erinnerung, da Säugling: Ein Arzt hat mich durch Schläge vor dem
Ersticken bewahrt. Leider keine weiteren Angaben möglich.
- Asthmaanfall
- irgendne "Krupp"-Krankheit
- Ich bin als Kind von meinen Eltern auf der Luftmatratze ins tiefe Wasser mitgenommen
worden. Da ich Angst hatte, hab ich gestrampelt und bin abgerutscht. Mein Vater hat mich
zwar wieder gegriffen, aber seitdem habe ich Angst beim Schwimmen und im tiefen Wasser.
Ich bin ein Mann, habe schon mit autoerotischen Atemkontrollspielen
experimentiert und dabei Frauenkleidungsstücke getragen: (Mehrfachnennungen waren
möglich)
| |
Männer n=219 |
| insgesamt |
49% |
 |
weil es mich allgemein erregt, Frauenkleidung
zu tragen (ohne demütigende Komponente) |
17% |
 |
| a) die Kleidungsstücke selbst erregen mich |
17% |
 |
| b) ich stelle mir gern vor, eine Frau zu sein |
12% |
 |
| weil ich es demütigend finde, Frauenkleidung zu tragen |
10% |
 |
weil ich eigentlich eine Frau würgen/hängen/was auch immer
wollte, und es mir auf die Art leichter gefallen ist, mir das vorzustellen* |
6% |
 |
Dadurch ist es mir leichter gefallen, mir vorzustellen,
daß eine Frau dabei anwesend ist.* |
8% |
 |
Sonstiges:
- Ich habe schon seit Beginn der Pubertät sehr gerne Plastikcapes meiner Mutter getragen.
Auch heute noch trage ich alles aus Gummi und PVC, ohne besondere Vorliebe für bestimmte
Stücke.
- Ich habe einen Kapuzensachen-Fetisch (z.B. Fruit of the Loom-Kapuzensweatshirt). Die
Kapuze setze ich mir gern beim Hängen auf. Sie ist aber auch so erregend. Es erregt mich
auch sehr, wenn Frauen Kapuzensachen tragen oder darin erhängt werden.
* Diese beiden Punkte werden in der Literatur überhaupt nicht erwähnt. Häufig
geht man davon aus, daß der Hang zu Atemkontrollspielen grundsätzlich mit der Gewohnheit
einhergeht, Frauenkleider zu tragen. Als Begründung wird ausschließlich Transvestitismus
genannt.
In meiner Familie gibt/gab es mehr Probleme als in anderen Familien:
| |
Männer (n=219) |
Frauen (n=61) |
| Nein, eher weniger |
38% |
 |
23% |
 |
| Ungefähr gleich viel |
37% |
 |
38% |
 |
| Vielleicht ein bißchen |
14% |
 |
18% |
 |
| Ja, auf jeden Fall |
5% |
 |
16% |
 |
| keine Angaben |
5% |
 |
5% |
 |
Meine Kindheit/Jugend war schwieriger als die anderer Leute:
| |
Männer (n=219) |
Frauen (n=61) |
| Nein, eher einfacher |
21% |
 |
10% |
 |
| Eigentlich nicht |
49% |
 |
39% |
 |
| Vielleicht ein bißchen |
19% |
 |
25% |
 |
| Ja, auf jeden Fall |
6% |
 |
21% |
 |
| keine Angaben |
5% |
 |
5% |
 |
Die meisten anderen Menschen sind vermutlich psychisch ausgeglichener als ich:
| |
Männer (n=219) |
Frauen (n=61) |
Nein, eher bin ich psychisch ausgeglichener
als die meisten anderen |
23% |
 |
31% |
 |
| Ich glaube nicht |
46% |
 |
39% |
 |
| Vielleicht ein bißchen |
20% |
 |
13% |
 |
| Ja, auf jeden Fall |
5% |
 |
11% |
 |
| keine Angaben |
6% |
 |
5% |
 |
Vom Standpunkt der Forschungsliteratur her sind die Antworten auf diese drei Fragen
vielleicht die überraschendsten Ergebnisse.
Urheberrecht:
© 1999-2002 Kathrin Passig. Dieser Text steht unter der Datenschlag-Lizenz und kann in ausgedruckter Form ohne ausdrückliche Erlaubnis zu nichtkommerziellen Zwecken verteilt und weiterverwendet werden, solange das Dokument im Inhalt nicht verändert und Datenschlag als ursprüngliche Quelle angegeben wird. Eine Kopie der Seite in ein anderes Webprojekt ist ausdrücklich nicht erlaubt.
Datenschlag haftet nicht für Schäden, die aus dem Gebrauch dieses Textes resultieren. Weder sind wir gegen Fehlinformationen gefeit, noch sind alle Praktiken auf jeden Menschen übertragbar.
Mail an kathrin@datenschlag.org